Der PC im PC

Ein PC-Emulator wie Virtual PC 2004 oder VMWareServer stellt auf dem Hostcomputer (das ist der echte Computer) virtuelle Maschinen (VMs) zur Verfgung, auf denen grundstzlich jedes Betriebssystem auf X86-Basis installiert werden kann. Dabei entsteht sozusagen ein PC im PC. 
Die VM emuliert dabei alle Bestandteile eines PCs wie Grafikkarte, Festplatte, Soundkarte, Netzwerkkarte etc. Fr den Host ist der PC-Emulator dabei nur ein weiteres Programm - fr das zu installierende Betriebssystem dagegen ein "echter" Computer.
Dieses Verfahren entspricht einem PC im PC. Interessant ist hierbei, dass das zustzliche Betriebssystem genauso gut Windows wie Linux heien kann.


Das Betriebssystem in der VM merkt durch die Emulation nicht, dass es sich eigentlich um keinen echten PC handelt. Selbst mehrere VMs gleichzeitig sind im Regelfall mglich, sofern die echte Hardwareplattform ausreichend Ressourcen fr mehrere Systeme bereitstellen kann. Je nach verwendetem PC-Emulator (Virtual PC oder VMware) unterscheiden sich die Fhigkeiten bei der Emulation erheblich.





Mgliche Anwendungsgebiete einer VM

- Mit einer VM knnen gefahrlos neue Programme oder Einstellungen getestet werden, ohne das produktive System hierfr nutzen zu mssen. Registry-Hacks oder dubiose Freewareprogramme knnen sich so in der "Sandbox" gefahrlos austoben. Dazu ist also lediglich ein lauffhiges System in einer virtuellen Maschine zu installieren: Wenn die nderungen nach dem Test verworfen werden, dann bleibt sogar der simulierte PC frei von Schaden. 
- Ein Betriebssystem, das in einer VM installiert wurde, lsst sich leicht auch auf andere PCs bertragen und so z.B. auch auf einem Notebook unterwegs nutzen. Dazu mssen lediglich die Software Virtual PC und die virtuellen Datentrger auf den zweiten Computer bertragen werden. Mit diesen Vorgaben ist ein simuliertes System schnell mit den Mglichkeiten des Notebooks neu erstellt.
- Mit mehreren VMs lassen sich grundstzlich echte Client/Server-Umgebungen nachbauen und testen, bevor hierfr reelle System verwendet werden mssen. Bei ausreichender Hardware knnen so mehrere Computer auf einem einzigen PC laufen: Der Admin muss also nicht von PC zu PC springen. Ein Mausklick reicht aus, um zwischen Server und Workstation zu switchen.
- ltere Programme, die auf neueren Systemen nicht laufen, knnen in einer VM weiter ihren Dienst verrichten. Dazu wird ein ebenfalls lteres Betriebssystem installiert: Fr das Erlebnis alter Spiele reichen acht Megabyte Hauptspeicher und 120 MB virtuelle Festplatte meist vollkommen aus. Es war ein echtes Testerlebnis, die DOS Lemminge durch manuelle Konfiguration von Autoexec.bat und Config.sys wieder zu beleben. Fr modernere Spiele reicht die Grafikleistung der Emulation aber im Regelfall nicht aus.
- Entwickler testen ihre Programme auf verschiedenen Systemen, ohne dabei stndig neu booten und die Entwicklungsumgebung zu verlassen. Das ist gerade bei Programmen oder Makros von entscheidender Bedeutung: Wer hat sonst schon die in der Praxis gebruchlichen Office-Versionen von 97 bis 2003 auf mehreren Computern parat. 
- Support-Mitarbeiter knnen in einer VM bestimmte Szenarien nachstellen, um den Softwarefehler zu finden. So lsst sich fr jeden wichtigen Kunden dessen individuelle Umgebung replizieren und bei Bedarf aufrufen.

Welche Vorteile werden z.B. erreicht

1. Der Mitarbeiter muss den Arbeitsplatz nicht wechseln.
2. Es ist keine zustzliche PC-Hardware notwendig.
3. Der vorhandene Internetzugang kann verwendet werden.
4. Es ist kein gesonderter Service fr das Gast-Betriebssystem notwendig.

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